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Natürlich ist es nicht immer von Nachteil viele Starthände zu spielen, was immer wieder von aggressiven Pokerprofis (wie z.B. Gus Hansen, Phil Ivey uvm.) unter Beweis gestellt wird. Zu Beginn des Spiels, wo die Blinds noch sehr gering sind, kann man ohne weiteres auch manche Experimente versuchen und mehrere Karten spielen. Sobald allerdings ein Raise zu hören ist oder die Blinds schon derart hoch sind, muss man auch als Anfänger unterscheiden können, was spielbar ist und was nicht. Ein weiterer, speziell bei Anfängern sehr häufig vorkommender Spielfehler ist die Passivität. Oft werden starke Hände von den Anfängern so lange nur mitbezahlt bzw. oft nur mitgecheckt bis die Hand des Gegners ausgebaut ist. Es ist keine Schande, seine Karte zu repräsentieren und dementsprechend zu raisen, reraisen oder einfach zu setzen! Oft ist es die Schüchternheit, Feigheit oder die Ungewissheit die viele Anfänger daran hindern zu raisen, das sollte jeder Pokerspieler in den Griff bekommen. Auch hier ist es nicht immer von Nachteil passiv zu spielen, viele Spieler halten bewusst die Stärke ihrer Hand verdeckt um so die Gegner zu einem eventuellen Fehler zu zwingen, die Gefahr bei dieser Spielweise ist natürlich dass die schlechtere Hand oft kostengünstig oder gar gratis zur besseren avancieren kann und die vermeintliche Siegerhand verliert. Zu wissen in welcher Situation ein Drilling, Doppelpaar oder gar die Straße etc. zu wenig ist, verlangt natürlich auch einiges an Erfahrung. Anfänger jedoch, neigen oft dazu es einfach nicht wahrhaben zu wollen dass ihre tolle Hand Außenseiter und ohne lange darüber nachzudenken, zu folden ist! Auch hier kann es widerrum ein Vorteil sein seine Hand partout nicht zu werfen, beispielsweise wenn der Gegner blufft. Nicht selten verliert so ein Profi mit einem exzellenten Bluff seine Chips gegen einen Anfänger, der eigentlich passen hätte müssen. Es gibt allerdings auch einige Profispieler (zB Mike Matusow uvm.) die nicht unbedingt sehr viel Wert auf die Wahrscheinlichkeitsrechnungen legen und trotzdem sehr erfolgreich sind! Ein gutes Bauchgefühl und das Einschätzvermögen gegenüber dem Gegner kann durchaus aus das Geheimnis zum Erfolg sein. Was allerdings unbestritten ist, ist dass man spielen spielen und nochmals spielen muss um seine Fähigkeiten am Tisch zu verbessern und aus seinen eigenen Fehlern lernen zu können! Man sollte nie vergessen, dass der Wert einer Hand immer in Verhältnis zur Action auf dem Tisch steht. Pocket-Asse vor dem Flop sind eine großartige Hand, doch wenn Sie sich auf dem River nicht verbessern, sind sie nur ein Paar. Viele Spieler vergessen dies und wenn sie einmal zu erhöhen begonnen haben, ziehen sie es bis am Ende durch. Dasselbe gilt, wenn man zwei niedrige Paare in der Hand hat. Diese sehen zwar gut aus, aber vergessen Sie nicht, dass ein Set stets mehr Wert hat. Auf der anderen Seite kann man die eigene Hand auch unterschätzen, weil sie auf den ersten Blick nicht spektakulär aussah. Halten Sie Ihre Augen offen für Verbesserungen auf Sets!
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